Baubiologische Parameter in Kürze

 

EMF/ elektromagnetische Felder

  1. Niederfrequente elektrische Felder
  2. Niederfrequente magnetische Felder
  3. Hochfrequente elektromagnetische Strahlung („HF“)
  4. Erdmagnetfeldanomalien
  5. Elektrostatik

Schimmelpilze - Hefepilze - Bakterien / Giftstoffe - Schadstoffe / Stäube - Milben

  1. Pilze (Schimmel- und Hefepilze), Bakterien
  2. Giftstoffe und Schadstoffe 
  3. Stäube
  4. Milben

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1. Niederfrequente elektrische Felder

Zwischen Himmel und Erde besteht ein elektrisches Feld. Die Ionosphäre ist elektrisch positiv geladen, die Erde stellt den negativen Pol dar. Bei diesem Feld handelt es sich um ein Gleichfeld, das heißt, es verändert seine Polarität nicht. Ganz im Gegensatz dazu unser elektrisches System in den Wohnungen usw.: dieses ändert die Polarität dauernd. Dies kommt daher, dass die Elektrogeneratoren in den Kraftwerken Wechselspannung erzeugen.

Die elektrischen Ladungen in den Elektrokabeln, Steckdosen, Apparaten usw. erzeugen in deren Umfeld elektrische Wechselfelder. Solche Elektrowechselfelder breiten sich in Räumen sehr schlecht oder gar nicht aus, wenn die Kabel mit Metallfolien oder Metallgeflechten umwoben sind (abgeschirmte Kabel), wenn die Elektroapparate gut geerdet sind und/oder wenn die Zuleitungen zu den Steckdosen beispielsweise in Beton oder Backsteinmauerwerk verlegt sind. Hingegen sind Leichtbauwände aus Gipskartonplatten, Holzwände (resp. Decken oder Böden) kaum Hindernisse für elektrische Wechselfelder. Deshalb finden wir in Dachzimmern (Holzdachstock), Holzbauten und Leichtbaufertighäusern usw. und vor allem auch in der Nähe von frei liegenden elektrischen Verlängerungskabeln relativ starke Felder. Hingegen sind im Luftschutzkeller kaum noch elektrische Felder messbar. 

Elektrische Wechselfelder bestehen auch, wenn kein Verbraucher in Betrieb ist und somit kein Strom fließt; alleine die vorhandene Spannung von z.B. 230 V auf der Leitung reicht aus, damit ein elektrisches Feld im Raum entsteht.

Abhilfe: durch Abschalten der Spannung auf den Leitungen mittels Netzfreischalter (=Netzabkoppler, Feldfreischalter) (Bild rechts), welcher im Elektrotableau montiert wird. Mit abgeschirmten Kabeln kann man auch Verlängerungsschnüre konfektionieren, welche kaum noch elektrische Felder abgeben.

Außerdem sollte man darauf achten, dass vor allem in der Nähe der Schlafplätze keine elektrischen Verlängerungskabel vorhanden sind und sich auch keine Nachttischlampe oder ein am Netz betriebener Radiowecker befindet.

Erhöhte elektrische Wechselfelder können vielfältige Befindlichkeitsstörungen und gesundheitliche Probleme verursachen („Schrei-Babies“, Bettnässer, Kopfschmerzen, Verspannungen usw.). Vor allem sind Personen betroffen, welche unter Dauerstress leiden, sich einseitig ernähren, Kinder, Schwangere, Personen, welche sich fast ausschließlich in den betreffenden Räumen aufhalten und Personen im fortgeschrittenen Alter. Viele klagen über Schlafstörungen, kalte Füße, häufige Erkältungen, Kopfschmerzen, schmerzhafte Verspannungen, dauernde Müdigkeit, wenig oder gar nicht erholt morgens usw.. 

Sind mehrere Verbraucher gleichzeitig an einer Steckerleiste, empfiehlt sich die Verwendung von Steckerleisten mit einem Schalter. Der „Kabelsalat“ kann auf diese Weise vom Netz getrennt werden, sobald die Geräte nicht mehr benötigt werden.

Auch neben Bahngleisen sind teils hohe elektrische Wechselfelder vorzufinden. Die Quelle sind die Oberleitungen, welche dauernd unter Spannung stehen, auch wenn nur selten oder gar kein Zug vorbeifährt.

Freileitungen wie Hochspannungsleitungen oder Dachständeranschlüsse (Bild rechts) können vor allem in Leichtbauten/Holzbauten und speziell in Dachgeschossen erhebliche elektrische Wechselfelder verursachen.

Geräte neben dem Bett: Die Lampe nachts nur eingesteckt lassen, wenn ein Netzfreischalter die Spannung abschaltet. Ein Radiowecker unmittelbar neben dem Bett sollte mit Batterie betrieben werden.

Grundsätzlich sollten vor allem im Schlafzimmer keinerlei Verlängerungskabel über Nacht eingesteckt bleiben, keine HiFi-Anlagen und Nachttischlampen näher als ca. 2-3 m am Bett platziert sein und ebenso keine Anschlusskabel in der Nähe des Bettes oder unter dem Bett vorbeiführen.

Das „Mobile“ resp. „Handy“ sollte auf keinen Fall nachts neben dem Bett geladen werden und außerdem auch noch auf „Stand by“ sein.

Die elektrischen Wechselfelder wirken biologisch umso intensiver, je größer die Unterschiede der Feldstärken z.B. zwischen Kopf-, Rumpf- und Fußregion im Bett oder am Arbeitsplatz usw. sind. Wir treffen häufig folgende Situation an Schlafplätzen und Büroarbeitsplätzen an: der Kopfbereich ist stärkeren Feldern ausgesetzt, als der Rumpf- oder Fußbereich, weil meistens Radiowecker und Nachttischlampe auf dem Nachttisch oder elektrische Geräte und Leselampen auf dem Büropult in unmittelbarer Nähe des Kopfes stehen. Unser Ziel ist die Reduzierung der Felder und eine Herabsetzung der Felddifferenzen im Bereich eines Körpers.

An Metalltischen, Metallgestellen, selbstverständlich an Metallbetten (und auch unter/neben/an anderen Betten) sollten generell keine elektrischen Kabel vorbeiführen, weder diese berühren noch daran Anschlüsse mit Steckerleisten oder Leselampen befestigt sein, da Metallteile durch Ankopplung die elektrischen Felder aufnehmen und diese in den Raum weitergeben.  Auch an eine Holzbettstatt sollte  keine Leselampe angesteckt werden.

Fazit: elektrische Wechselfelder haben einen erheblichen Einfluss z.B. auf unseren Schlaf und unser Wohlbefinden. Die Umrüstung von Verlängerungskabeln, Wegstellen von elektrischen Geräten und das Ausstecken von elektrischen Geräten sowie der Einbau von Netzfreischaltern ist in den allermeisten Fällen problemlos möglich und ergibt sehr häufig einen guten Sanierungserfolg. Abgeschirmte Kabel sind ebenfalls ein Mittel, um elektrische Felder zu eliminieren.

Dringen elektrische Felder aus benachbarten Räumen ein, sind unter Umständen Wände, Böden oder Decken mit für diesen Zweck speziell geeigneten Tapeten, Putzen, metallenen Netzen oder Farben abzuschirmen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: metallisierte Flächen reflektieren die hochfrequente Strahlung; dieser Effekt kann zu neuen Problemen führen.

 

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 2. Niederfrequente magnetische Felder

Kabel, in welchen Strom fliesst, emittieren ein elektrisches und ein magnetisches Wechselfeld in den Raum. Magnetische Wechselfelder (MWF) finden wir vor allem in der Nähe von Transformatoren, Haarföhnen, Herdplatten usw., wenn diese Geräte in Betrieb sind, oder wenn Radiowecker am Netz betrieben werden. Je nach Stromstärke ist ein magnetisches Wechselfeld auf wenige Meter beschränkt oder auch noch in 100 m Entfernung von der Quelle (z.B. Bahn, Hochspannungsleitung) messbar.

Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bei Kindern das Leukämierisiko deutlich ansteigt bei magnetischen Flussdichten von über 200 nT (Nanotesla). 40% der Aborte in den ersten 20 Schwangerschaftswochen können auf den Einfluss erhöhter magnetischer Wechselfelder (MWF) zurückgeführt werden. Forscher haben eine Wirkung von MWF auf das wichtige Hormon Melatonin, auf den Kalziumionenfluss im Gehirn, auf die Wachstumsgeschwindigkeit von Tumorzellen, auf die Amalgamkorrosion, auf das Hefezellenwachstum im Körper u.v.a.m. gefunden. MWF können Allergien auf irgendwelche Stoffe mitverursachen, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten auslösen oder unterstützen, Chromosomenbrüche herbeiführen. Sie können Magenschmerzen verursachen. Hier ist nur ein Bruchteil der wissenschaftlich belegten Einflüsse von MWF auf die Gesundheit aufgeführt.

Magnetische Felder durchdringen nicht nur Holzwände, sondern Massivmauerwerke und Metallbleche von z.B. Metalldächern fast ungehindert.

Bild rechts: Ein Transformator hinter einer Massivmauer: vor der Mauer ist das magnetische Wechselfeld gut zu messen. Die Massivmauer reduziert das magn. Feld nur unwesentlich. Dies steht ganz im Gegensatz zu den elektrischen Wechselfeldern (siehe niederfrequente elektrische Felder): das vom Transformator emittierte elektrische Wechselfeld wird recht gut durch die Massivmauer abgeschirmt.

Maßnahme: keine elektrischen Anlagen hinter der Bettwand, unter dem Bett, keine HiFi-Anlage oder TV-Gerät auf standby lassen nachts, sondern ganz ausschalten, womöglich auch Stecker ziehen.

Magnetische Wechselfelder neben einer Bahnanlage oder Hochspannungsleitung lassen sich nur mit extrem großem Aufwand reduzieren. Deshalb sollte man keine Wohnungen in der Nähe von Bahntrassees oder Hochspannungsleitungen erstellen.

Man sollte sich nicht an einen eingeschalteten Kochherd lehnen oder den Garvorgang in einem Mikrowellenofen beobachten, wenn diese Geräte in Betrieb sind. Bereits kurzfristige Expositionen können biologische Effekte haben. Dies belegen neuere Forschungsergebnisse eindeutig.

Schon in einer Distanz von ca. 1 Meter ist nur noch ein Bruchteil der Flussdichte zu messen wie unmittelbar an der Herdfront/Herdplatte. Induktionsherde sind sehr starke Emittenten von magnetischen Feldern.

Starke Magnetwechselfelder findet man nicht nur unter Hoch-spannungsleitungen, sondern teilweise sogar in höheren Intensitäten zu Hause (Haarföhn, Rasierer, Elektroherd, Trafos usw.) – je nach Abstand zum betreffenden Objekt.

Wiederholte Spaziergänge unter Hochspannungsleitungen vor allem für Schwangere, Säuglinge und Kinder sind nicht zu empfehlen.

Übernachten sollte man hier nur in Ausnahmefällen – ein Hausdach schützt vor den magnetischen Wechselfeldern nicht.

Analog den elektrischen Wechselfeldern ist unser Ziel auch bei den magnetischen Wechselfeldern, unterschiedliche Flussdichten entlang dem Körper strikte zu vermeiden und die Flussdichten im Ganzen zu reduzieren.

Eine Abschirmung von magnetischen Wechselfeldern ist äußerst aufwändig und kostenintensiv. In speziellen Fällen kann eine Magnetfeldkompensationsanlage Abhilfe schaffen. Der dazu notwendige technische und finanzielle Aufwand ist allerdings erheblich. Meistens ist nur das Ausschalten des Emittenten, und wo das nicht möglich ist, das Ausweichen an einen feldfreien Platz die Lösung. Besonders betroffen sind Wohnungen, welche sich in der Nähe von Bahnlinien, Hochspannungsleitungen oder in einem Quartier mit elektrischen Ringleitungen befinden.

Die Devise lautet: Abstand halten, ausstecken oder abschalten!

Keine elektrischen Geräte nachts am Netz in der Nähe des Schlafplatzes (Radiowecker und Nachttischlampe!).

Auf keinen Fall eine elektrische Heizdecke am Körper in Betrieb nehmen.

Wasserbetten tagsüber aufheizen und nachts ausschalten.

Niemals Dimmer für Lampen usw. nachts verwenden (vor allem Kinder reagieren äußerst empfindlich auf Dimmer)! Stromsparlampen niemals näher als ca. 3 m vom Körper länger als einige Minuten betreiben. Die Emissionen von Stromsparlampen kann man selbst mit einem herkömmlichen kleinen Mittelwellenradioempfänger testen: die Störimpulse dieser Lampen (oder auch von Dimmern und elektronischen Netzgeräten) sind deutlich zu hören. Glühlampen und Transformatoren mit Drahtwicklungen geben keine solche „Störimpulse“ ab.
 

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3. Hochfrequente elektromagnetische Strahlung („HF“)

Dies ist die Strahlung von Mikrowellenöfen, TV-Sender, Radio-Sender, Pager-Sender, Mobilfunk, DECT-Schnurlos-Heimtelefonen, WLAN-Schnurlostelefonen, Bluetooth-, WLAN-, ZigBee-, WPAN-, UWB-Verbindungen, WiMax-Systemen, TETRAPOL-Berufsfunk, Amateurfunk, Schnurloskameras usw.

Eine biologisch besonders aktive Strahlung scheint wohl diejenige von DECT- oder WLAN-Schnurlostelefonen und Schnurtelefonen mit integrierten DECT- oder WLAN-Systemen zu sein. Was besonders relevant zu sein scheint: die kleinen DECT- u. WLAN-Basisstationen und WLAN-Accesspoints strahlen 24 Stunden; auch wenn nicht telefoniert wird oder keine Datenübertragung stattfindet (und sie stehen oft im Wohn- oder Schlafbereich oder auf dem Schreibpult und in nächster Nähe zum Arbeitsort). Biologisch etwas weniger aktiv scheint die Radar- und die Mobilfunkstrahlung von Basisstationen sowie wiederum geringer die TV-Senderstrahlung zu sein, gefolgt von Strahlungsarten wie z.B. von UKW-Radiosendern.

Ungepulste und vor allem gepulste HF-Strahlung wird heute oft in Zusammenhang gebracht mit vielerlei gesundheitlicher Probleme und Befindlichkeitsstörungen: Schlafstörungen, andauernde Müdigkeit, Aggressionen, Nervosität, zwischenmenschliche Auseinandersetzungen ohne triftigen Grund, Kopfschmerzen, Katerstimmung, Schwächung des Immunsystems, Allergien usw.

Massivmauern dämpfen die hochfrequente Strahlung etwas ab, wohingegen die heute vielfach angewendete Leichtbauweise (Holzständer und Gipskarton- oder Holzplatten) die Hochfrequenzstrahlung kaum dämpft. Neuere Fenster mit Wärmeschutzschicht reflektieren (schirmen) die Strahlung fast zu 100%, sofern die Schutzschicht eine Metallschicht enthält*. Alte Glasfenster lassen die Strahlung fast ohne Abschwächung durch.

Etliche neue HF-Antennen finden Einzug auch in Hausdächern, Kirchtürmen, Reklameschildern von Tankstellen usw.. Eine Basisstation darf in „Nachbars Estrich“ ohne Baubewilligung betrieben werden, wenn dieser Sender eine bestimmte Sendeleistung nicht überschreitet.

Prinzipielles Vorgehen bei allzu hoher Belastung mit EMF/elektromagnetischen Feldern: Alle vorhandenen offensichtlichen und messbaren Stressoren reduzieren. Ein erster Schritt besteht im Abschalten des eigenen DECT-Schnurlostelefons resp. WLAN-Schnurlostelefons, des Schnurtelefons mit integriertem DECT- oder WLAN-Sender, der WLAN-Accesspoints und Bluetooth-Sender, schnurlosen HiFi-Stereokopfhörern, DECT-Babyphonen usw. und dem Verzicht auf die regelmässige Benutzung des Handys (Handy wenn möglich nur für Notfälle benutzen).

Sollte nach dem Einleiten dieser Vorsorgemassnahmen vor allem nachts noch zuviel Hochfrequenzstrahlung auf den Körper einwirken, sind weitere Schritte wie die Verlegung des Schlafplatzes an einen ungestörteren Ort, in eine tiefer gelegene Etage oder eine Abschirmung des Schlafplatzes und im Extremfall des ganzen Zimmers oder Gebäudes erforderlich. Auch Kleider aus abschirmenden Stoffen stehen heute zur Verfügung. Oder man sucht sich eine andere Wohnung mit weniger Strahlung.

Gegen starke elektromagnetische Strahlung aus Quellen außerhalb der Wohnung kann man sich größtenteils schützen. Am einfachsten ist eine Abschirmung ums Bett mit besonderen Stoffen oder Geweben, welche Metallfäden enthalten. Neuerdings sind auch Kleider aus solchen Stoffen im Angebot.

Das Bild rechts zeigt ein Baldachin aus Abschirmstoff „swiss shield naturell“ Baumwolle. Die hochfrequente Strahlung wird durch dieses metalldurchflochtene Gewebe stark gedämpft, aber sie kann nicht vollständig eliminiert werden. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass die Abschirmwirkung in den allermeisten Fällen ausreichend ist, um die im Zusammenhang mit hochfrequenter Strahlung stehenden Schlafstörungen usw. zu beheben.

Um eine gute Abschirmwirkung zu erzielen, ist es wichtig, dass das Bett rundherum, wenn notwendig auch über und unter dem Bett, umhüllt wird.

Das neueste Produkte ist silberbeschichtetes Nylon-Gewebe „Kings Protection“. Farblich etwas anders als Baumwolle; in der Abschirmwirkung sehr gut.

Die Formgebung der Abschirmung kann selbst gewählt werden. Ebenso können die Stoffe auf der eigenen Nähmaschine verarbeitet werden.

Eine allseitige Abschirmung ist auch nach Jahren noch brauchbar, auch wenn andere Sender in Betrieb genommen werden.

Personen mit erhöhter Elektrosensibilität vertragen bestimmte Abschirmungstechniken evtl. nicht.

Gewisse Vorsicht ist deshalb geboten mit Abschirmungen, die z.B. in Verputz eingearbeitet werden: Müsste aus irgendwelchen Gründen die Abschirmung entfernt werden, muss auch der Verputz erneuert werden. Ausserdem: Je nach verwendetem Metallgeflecht kann im Verputz Korrosion auftreten und der Abschirmeffekt geht allmählich verloren.

Bringen Sie keine Abschirmungen an, ohne sich mit einem erfahrenen Baubiologen abzusprechen.

Ein DECT- oder WLAN-Schnurlostelefon resp. ein WLAN-Accesspoint im Wohnbereich muss auch trotz einer Bettabschirmung definitiv entfernt werden, da die diese HF-Strahlung in den meisten Fällen so stark ist, dass eine Abschirmung nur teilweise oder gar nichts nützt.

Lassen Sie eine metallene Abschirmung stets von einem Elektriker vorschriftsmäßig erden. Zusätzlich ist ein Einbau eines FI-Schalters (Fehlerstromschutzschalter) für den Bereich der Abschirmung vorteilhaft, vor allem, wenn sich Kinder in der Wohnung aufhalten.

Einige neuere Schnurtelefone verfügen teilweise über integrierte DECT- oder WLAN-Technik. Fragen Sie deshalb beim Kauf nach einem

 „Schnurtelefon ohne integrierter DECT-, WLAN- oder Bluetooth-Technik“ oder nach einem „Schnurlostelefon nach CT1+- Standard“,

wenn Sie sich, Ihre Nachbarn und Ihre Tiere nicht dauernd und unnötig gepulster Hochfrequenzstrahlung aussetzen möchten.

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4. Erdmagnetfeldanomalien

Unser Planet ist von einem natürlichen statischen Magnetfeld umgeben. Ein Kompass zeigt die nördlichen und südlichen Pole dieses Feldes an. Jedes biologische Wesen lebt seit Urzeiten mit diesem natürlichen Feld. Das magnetische Feld sollte ungestört sein. Durch magnetisierte Metallteile (z.B. Metallteile des Bettes, Armierungseisen oder Doppel-T-Träger, starke Magnete in Lautsprechern) wird das Erdmagnetfeld gestört. Die Einflüsse eines gestörten Erdmagnetfeldes auf die Gesundheit sind vielfältig und weniger erforscht als z.B. bei „Elektrosmog“. Der Körper reagiert vor allem bei Langzeitexposition mit Stressreaktionen, Verspannungen und im Extremfall mit beschleunigtem Tumorwachstum.

Die rechte Darstellung zeigt deutlich die Störungen des Erdmagnetfeldes bei einer Messung unmittelbar über der Matratze. „Übeltäter“ waren magnetisierte Armierungseisen im Betonboden des Schlafzimmers. Eine Verbesserung erreicht man durch eine Erhöhung der Liegefläche. Eine Entmagnetisierung von Armierungseisen oder Doppel-T-Trägern wird praktiziert; allerdings ohne dauerhaften Erfolg, da sich die Eisenteile wieder neu magnetisieren.

Einfacher liegt der Fall, wenn in den Betten z.B. magnetisierte Kopfverstellungen vorhanden sind. Ein Ersatz durch Holzgestänge behebt die Störung. Oft weisen Federkernmatratzen viele kleine Magnetfelder infolge der zahlreichen Schweißstellen auf. Die Entfernung einer Federkernmatratze führt häufig zur Besserung von chronischen gesundheitlichen Problemen.

Tipp: Federkernmatratzen kann man auf einfache Weise mit einem Kompass testen: den Kompass langsam über die Liegefläche ziehen und dabei die Nadel beobachten. Bei einer magnetisierten Federkernmatratze dreht oder bewegt sich die Kompassnadel meistens mehrmals in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen während der Bewegung des Kompasses.

Ebenso kann mit dem Kompass auf dem Boden nach magnetisierten Teilen wie z.B. Armierungseisen im Boden gesucht werden.

Unsere Messungen führen wir mit elektronischen Magnetometern anstelle eines Kompasses durch.

Der Schlafplatz sollte frei von Metallteilen (resp. von Magneten) sein, weil magnetisierbare Metallteile (z.B. Eisen) das Erdmagnetfeld stören. Die besten Hersteller von Betten verwenden in ihren Betten weder Federkernmatratzen noch Metallteile. Diese Betten werden jeweils ganz aus Natur-materialen wie Holz, Schafwolle, Rosshaare, Stroh, Hanf etc. hergestellt.

 

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5. Elektrostatik 

Synthetik im Wohn- und Schlafraum oder am Arbeitsplatz zerstört das Luftionen-Gleichgewicht* und kann zu Atemwegsreizungen und Kopfschmerzen usw. führen.

Luftionen sind kleinste, elektrisch positiv oder negativ geladene Teilchen. Eine leichte Überzahl negativ geladener Ionen ist natürlich und wäre für die Raumluft vorteilhaft bezüglich Befindlichkeit und Gesunderhaltung. Synthetische Stoffe verschieben das Gleichgewicht auf die Seite der positiven Ionen. Zigarettenrauch und Staub binden die Luftionen und reduzieren dadurch die Anzahl freier Luftionen drastisch. Kerzenflammen, einzelne Pflanzen, Wasserspringbrunnen usw. erzeugen Ionen in erhöhter Zahl und können zur guten Qualität der Raumluft beitragen. Elektrisch betriebene Luftionisatoren vermehren leider meistens einseitig nur die negativen Ionen.

Wir empfehlen, bei Umbau und Renovation wenn immer möglich natürliche Materialien (für Teppiche, Gardinen, Bettzeug, Polstermöbel usw.) zu verwenden, welche außerdem nicht mit Mottenschutz oder Flammschutzmittel behandelt wurden.

 

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Schimmelpilze - Hefepilze - Bakterien  /  Giftstoffe - Schadstoffe / Stäube - Milben

 

1. Pilze (Schimmel- und Hefepilze), Bakterien

Schimmelpilze fühlen sich vor allem auf Nahrungsmitteln, Holz- und Hausstaub, Tapeten und Karton, in nassen Tüchern und in Räumen mit erhöhter Luft- und / oder Materialfeuchtigkeit wohl. Einige Schimmelpilze wachsen auch auf Kunststoffoberflächen und an Orten, wo das Substrat nicht besonders feucht ist. Ungelüftete, dunkle oder ungeheizte Räume sind besonders prädestiniert für Schimmelpilzwachstum.

Hefepilze und Bakterien findet man vor allem dort, wo sehr viel Feuchte vorhanden ist oder eine Oberfläche nass ist. Hefepilz- und Bakterienbefall ist von Auge nur schwer zu erkennen, z.B. in Duschköpfen, Brausen, Abläufen oder Duschwannen; auch ein Kühlschrank kann von Hefepilzen, Bakterien und sogar von Schimmelpilzen befallen werden.

Hefepilze und Bakterien vermehren sich durch Zellteilung und bilden keine Sporen, welche wie bei den meisten Schimmelpilzen durch die Luft fliegen.

 „Stockflecken“ in Hausecken usw. sind keine Schönheitsmängel, sondern sie bestehen meistens aus Schimmelpilzen! In Zwischenböden, unter Kunststoffbodenbelägen und unter Kunststofftapeten können sich Mikroorganismen fast unbemerkt vermehren. Defekte Dampfbremsen oder undichte Dampfsperren an isolierten Gebäudeteilen können Feuchte in die Isolation bringen und einen Befall von Pilzen ermöglichen.

Feuchte Keller begünstigen das Vorkommen von Schimmelpilzen. Kellerluft sollte niemals Zugang zur Wohnung haben; man sollte eine luftdichte Trennung der beiden Bereiche anstreben.

Einige Schimmelpilzarten können für Menschen oder Tiere giftige Stoffe produzieren – je nach Untergrund und anderen Bedingungen in unterschiedlicher Konzentration. Am Häufigsten werden Allergien auf Schimmelpilze diagnostiziert.

Grundsätze Pilze und Bakterien:

Ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit besteht,

- wenn es sich um besonders toxisch oder allergen wirkende Mikroben handelt

- immer bei grossflächigem Befall

- bei kleinen befallenen Stellen, wenn die Belastung dauerhaft oder

regelmässig wiederkehrend ist.

Schimmelpilze und Hefepilze (je nachdem auch Bakterien) in Innenräumen stellen vor allem in folgenden Situationen ein besonderes gesundheitliches Risiko dar: während wiederholten Antibiotika-Therapien, Kortison-Therapien, bei Krebserkrankungen und während und nach einer Chemotherapie, bei Immunsuppression nach Organtransplantationen, bei HIV-Infektion und ganz allgemein bei geschwächtem Immunsystem, bei Stoffwechselstörungen sowie Durchblutungsstörungen.

Schimmel- und Hefepilzbefall wird in der Schweiz im Moment etwas bagatellisiert; die gesundheitlichen Gefahren durch Schimmel- und Hefepilze werden noch unterschätzt. Es gibt erst wenige verlässliche Informationen über kurzzeitliche und langzeitliche gesundheitliche Auswirkungen beim Menschen. Man nimmt an, dass die Probleme für die Gesundheit ähnlich massiv sind, wie diese von Lösemitteln her bekannt sind.

Die häufigsten durch massiven Schimmel- und Hefepilzbefall von Innenräumen ausgelöste Symptome sind:

Quellen:  W. Maes u.a., "Elektrosmog-Wohngifte-Pilze", 1999, Haug-Verlag,  ISBN 3-7760-1599-3, Beitrag von P. H. Sierck, S.  265 ff. und  Labor für Umweltanalytik B. Nitschke, Abteilung Mikrobiologie Frau Dr. U. Sauer.

 

Einige Tipps:

- Achtung: niemals mit einem Staubsauger einen Schimmelpilzrasen absaugen! Mit einem herkömmlichen Staubsauger ohne Spezialfilter würde man dadurch die Schimmelpilzsporen im ganzen Haus verteilen.

- Die WC-Spülkästen und Waschtrog-Abläufe/-Entlüftungen, Tumbler mit Kondensatoren (Tumbler ohne Abluftrohr) bilden gute Brutstätten für Bakterien, Schimmel- und Hefepilze, weil dort dauernd feuchtes Klima herrscht. Die Verteilung der Schimmelpilzsporen in der ganzen Wohnung wird dadurch möglich, weil ein reger Luftaustausch durch die Spülvorgänge oder Gebläse stattfindet. Mögliche Brutstätten sollten regelmäßig demontiert und gesäubert werden.

- Für die wöchentliche Hausreinigung empfehlen wir, einen Staubsauger mit HEPA-Filter, UEPA-, S-Klasse-, H-12-Filter oder Filter mit ähnlich guten Eigenschaften zu verwenden. Diese Filter halten die Schimmelsporen und Feinstaub wirkungsvoll zurück. HEPA-Filter = high efficiency particle air Filter, H-12-Filter: Diese Filter halten Partikel ab einer Größe von 0,3 µm zurück, S-Klasse-Filter halten Partikel ab einer Größe von 0,5 µm zurück, UEPA: ultra efficient particle air Filter. Schimmelpilzsporen haben eine Größe von 1-100 µm, Bakterien 0,5-5 µm.

- Wenn der Staubsauger beim Gebrauch schlecht riecht, deutet dies auf einen Befall mit Schimmelpilzen und Bakterien hin; z.B. im Staubbeutel, in den Rohren oder in den Filtern des Saugers. Den Staubbeutel nicht so lange im Sauger lassen, bis es riecht. Der Staubsauger muss gründlichst gereinigt (resp. desinfiziert) werden. Sollte aus Versehen Wasser angesaugt worden sein: sofort Beutel herausnehmen und entsorgen. Staubsauger innen, Filter und Rohre gut trocknen lassen vor dem erneuten Gebrauch oder Lagerung!

- Speziell für Allergiker, MCS-Kranke und Kinder sowie für eine bessere Wohnraum-Hygiene ist eine zentrale Staubsaugeranlage zu empfehlen.

- Allgemein sind Wischtücher, Hand- u. Trockentücher in der Küche und feuchte Bodenlappen eine Quelle für Pilze und Bakterien und sollten deshalb besonders oft gewechselt werden. Sollte das Tuch bereits „riechen“, haben sich Pilze und Bakterien darin bereits vermehrt. Das Tuch sollte in einem solchen Fall nicht mehr gewaschen, sondern entfernt werden.

- Keine Grünabfälle in der Küche oder sonst wo im Haus lagern. Keinen Komposthaufen an einem Ort errichten, von welchem aus der Wind die Schimmelpilzsporen in Richtung Haus transportieren könnte.

- Waschgänge in regelmässigen Intervallen mit 90° C durchführen, damit eine Vermehrung der Keime in der Waschmaschine und in der Wäsche erschwert wird.

- Joghurt-Brüter, Kresse-Brutschalen und dergleichen können völlig unerwartet zu Pilzquellen werden.

- Autoklimaanlagen sollten stets eingeschaltet bleiben (auch wenn dies auf Grund der Temperatur nicht erforderlich ist), um Schimmelpilzwachstum in den Luftkanälen zu verhindern.

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2. Giftstoffe und Schadstoffe 

Im Alltag wird oft zwischen giftigen und ungiftigen Stoffen unterschieden. Dass der Begriff „Gift“ relativ ist, hat bereits Paracelsus (1493 bis 1541) erkannt:

" Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist ."

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas. Es dringt aus dem Erdreich durch undichte Fundamente in die Gebäude ein oder entsteht im Innenraum durch radioaktive Baustoffe. Die Konzentration im Erdreich ist regional sehr unterschiedlich. Radongas wird hauptsächlich in den Kellerräumen angetroffen. Durch den Kamineffekt im Winter steigt das Gas allerdings auch in die Wohn- und Arbeitsräume auf.

Man geht davon aus, dass Radon ein Auslöser für Leukämie und die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs (nach der Ursache Zigarettenrauch) ist.

Gemessen wird Radon entweder mit einem Radon-Dosimeter oder indirekt mit dem Luftionometer. Bei einem gehäuften Auftreten müssen Fundament und Kellerwände auf undichte Stellen untersucht und allenfalls abgedichtet werden.

              ► Die folgenden Innenraumschadstoffe können Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Beeinträchtigung des Wohlbefindens bis Schädigung des Nervensystems, Sehstörungen, Schwächung des Immunsystems, Beeinflussung des Hormonsystems und Schäden an verschiedenen Organen verursachen:

 

Insektizide, Fungizide, Bakterizide (Biozide) 

Viele Wollteppiche, Teppiche, Vorhänge aus natürlichen Materialien und teilweise auch Kleider werden mit Insektiziden resp. Bioziden gegen Insektenfraß, Pilz- und Bakterienbefall geschützt. In einigen Reingungsmitteln und Farben sind ebenso Biozide als Desinfektionsmittel oder Konservierungsstoffe enthalten. Holz- und Pflanzenschutzmittel enthalten Biozide. Diese Giftstoffe stellen bei Vorkommen in hoher Konzentrationen oder bei Langzeitexposition auch für Mensch und Haustier ein hohes Risiko für die Gesundheit oder das Wohlbefinden dar.

(Das „Wollsiegel“ an einem Wollteppich bedeutet u.a., dass der Teppich mit großer Wahrscheinlichkeit mit Insektiziden behandelt worden ist.)

 

Flammschutzmittel 

...sollen verhindern, dass sich ein möglicher Brand im Innenraum nicht explosionsartig ausbreiten kann. Flammschutzmittel werden vor allem auf schweren Vorhängen, auf manche Stoffpolstersessel, Sofas, Matratzen, Tapeten, Versiegelungen, Farben usw. auf- und eingebracht. Das biologische Risiko ist wenig erforscht (Verdacht auf Nervenschädigung, Tumore, Nierenschädigung). Häufig sind Atemwegsreizungen.

 

Weichmacher

...sind Zusätze in vielen Kunststoffen, die deren Elastizität beeinflussen. Weichmacher befinden sich in Teppichrücken, Farben, Lacken, Spielzeug und immer in PVC- Materialien, Vinyltapeten, Duschvorhängen, Elektrokabel, Schläuche, Folien, Dichtungsmassen usw..

 

Formaldehyd

...ist nach wie vor häufig in Innenräumen anzutreffen. Formaldehyd wird vor allem in Holzspanplatten und Farben verwendet – allerdings in niedrigeren Konzentrationen als noch vor Jahren. Vor allem in Holzfertighäusern, welche grosse Flächen Spanplatten aufweisen, werden häufig massive Konzentrationen in der Raumluft gemessen. Bestimmte Farben und Lacke, Reinigungsmittel, Polituren usw. können Formaldehyd enthalten. Beim Rauchen in Räumen werden relativ hohe Formaldehydkonzentrationen in der Innenraumluft erreicht – speziell bei schlechter Lüftung. Formaldehyd erzeugt u.a. Atemwegsreizung.

 

Lösemittel 

...sind vor allem in Lacken, Farben und Klebern vorhanden und gasen beim Trocknen der Beschichtung aus. Auch sog. „lösemittelfreie“ Farben und Lacke können Lösemittel (mit hohem Siedetemperaturpunkt) enthalten. Moderne Lösemittel riechen nicht mehr so streng und sind deshalb weniger gut auszumachen. Vor allem Glykole verdunsten sehr langsam aus „lösemittelfreien“ Lacken („Wasserlacken“) und verursachen dadurch Langzeitbelastungen. Biolacke und Biofarben, welche mit ätherischen Ölen, Terpentinölen und Terpenen versehen sind, können gesundheitliche Probleme, Allergien oder Befindlichkeitsstörungen auslösen. Farben und Lacke, welche organische Substanzen wie Glukose, Zellulose, Kasein usw. enthalten, sollten niemals in Räumen verwendet werden, welche erhöhte Luftfeuchtigkeit aufweisen; diese Untergründe sind im Zusammenhang mit hoher Luft- oder Materialfeuchte gute Nährböden für Schimmelpilze (Kellerräume, Waschküche, Bad usw.).

Schad- und Giftstoffe findet man nicht nur auf den Trägermaterialen, sondern teilweise auch in der Raumluft, an schwebenden Staubpartikeln, im gesetzten Staub und als Sekundärkontamination auf Materialien, welche nie direkt mit diesen Stoffen behandelt wurden. BaubiologInnen nehmen deshalb Luftproben, Materialproben, saugen an diversen Stellen für die Staubprobenahme und schicken diese Proben anschließend an ein Analyselabor. Die Analysen geben Aufschluss, ob und meistens auch wo nach einer Quelle für die Kontamination gesucht werden muss. Analysen zeigen häufig, dass auch einige bereits vor Jahrzehnten verbotene Chemikalien heute in Innenräumen noch in hohen Konzentrationen vorkommen können.

Hinweis: Kein Analyselabor (und kein Baubiologe) kann für ein untersuchtes Gebäude eine Garantie „giftstofffrei“ geben, auch wenn die Analysen keine Hinweise auf Giftstoffe ergeben haben, da die Analysen lediglich auf einige Dutzend wichtige Schad- und Giftstoffe von tausenden vorkommenden chemischen Verbindungen beschränkt werden (hauptsächlich aus Kostengründen). Die Kunden sind beim Aufsuchen von Schadstoffquellen deshalb auf die Erfahrung und das Wissen der Analyselabors und BaubiologInnen angewiesen.

Um falschen Laborwerten vorzubeugen, ist den Anweisungen der BaubiologInnen vor einer Probenahme bezüglich Staubsaugen, Staubwischen, Malen, Renovieren, Rauchen und Lüften Beachtung zu schenken.

„Alltagsgifte verstärken einander in ihrer Wirkung auf das Nerven- und Immunsystem. Krass ist diese Verstärkung (Synergismus) bei der Einwirkung am gleichen Angriffspunkt, wie das bei Blei und Quecksilber, Pentachlorphenol, und Dioxinen, Pyrethroiden und Lösemitteln, PCB und Dioxinen der Fall ist.“ Dr. Max. Daunderer, München.

Jährlich kommen ca. 5000 neue chemische Verbindungen in Umlauf. Nur wenige davon werden bezüglich gesundheitlicher Aspekte gründlich getestet. Sicher ist, dass synergistische Effekte nur schwer abzuschätzen sind und kaum untersucht werden. Ein moderner Grosscomputer vermag die synergistische Wirkung auf Lebewesen für maximal 3-4 Gift- resp. Schadstoffe berechnen – es gibt aber tausende chemische Substanzen in Innenräumen; allein durch das Rauchen werden zusätzlich ca. 4000 Substanzen freigesetzt.

Einige Altlasten in Innenräumen können auch noch nach über 50 Jahren biologisch relevant sein! 

Wie sich die Zeiten doch ändern...

Pentachlorphenol ist „sicher nicht krebserregend“ ( Bundesgesundheitsamt 1984 ).

Pentachlorphenol ist „eindeutig krebserzeugend“ ( MAK-Liste 1990 ).     

(Pentachlorphenol/PCP ist ein Insektizid, MAK= maximale Arbeitsplatzkonzentration)

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3. Stäube

Stäube aus der Verarbeitung von Isolationsmaterialien wie Glaswolle oder Steinwolle, Holz und Kunststoffen etc. kann zu chronischen Entzündungen der Atemwege führen. Auch bei der Verarbeitung von Stroh, Heu, Mehl usw. sollte stets ein wirksamer Atemschutz getragen werden. „Billige“ Staubschutzmasken können einen trügerischen Schutz bieten: sie halten wohl grobe Partikel zurück; feinste Partikel hingegen gelangen ungefiltert in die Lungenbläschen und können dort eine chronische Entzündung verursachen. Chronische Dauerbelastungen sind zu vermeiden, auch wenn die Belastung noch so niedrig zu sein scheint.

Kritisch zu beurteilen sind vor allem Stäube, die man kaum sehen kann!

Stäube können wiederum verunreinigt sein mit Giftstoffen, welche an Teppichfasern oder Schleifstaub haften.

Um die Ausbreitung von Stäuben, Isoliermaterialstaub, Milbenkot, Schimmelpilzsporen usw. in den Innenräumen zu verhindern, empfiehlt sich die Verwendung von Staubsaugern mit HEPA-Filtern, UEPA-, S-Klasse- oder H12-Filtern, einer zentralen Staubsaugeranlage und HEPA-Raumluftreinigern.

Chronische Staub-Exposition kann unter anderem zu einer geschwollenen Nasenschleimhaut führen. Das ist vor allem nachts störend. In einem solchen Fall können Nasenduschen mit salzhaltigem Wasser durchgeführt werden. Das Salz ist erhältlich bei: Binkert Pharma, Nöllenstr. 33, 9443 Widnau, “Sal Anticatarrhale comp.”(Auch bei Erkältungen verwendbar) oder in Grossmärkten.

               

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4. Milben

Abgefallene Hautschuppen, Staub und Schimmelpilze sind die Nahrungsgrundlagen von Hausstaubmilben. Etwa vier Prozent der Bevölkerung leidet an einer Hausstaubmilben-Allergie. Die Allergene befinden sich im Milbenkot. Durch Hautkontakt oder via Feinstaub und Luftverwirbelung gelangt der Milbenkot auf und in unseren Körper und verursacht dort Hautekzeme und Asthma.

Gute Grundlagen für die Gedeihung von Hausstaubmilben bilden eine Temperatur von 20°-25°C, eine erhöhte relative Luftfeuchtigkeit von 60% bis 80% und eine Höhe von unter 1500 m / Meer und als Medium Teppiche, Textilien und Bettwäsche.

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